Warum ?

“Ecoarte” ist ein schöpferischer Akt, entstanden aus Liebe zur Natur, zum Meer vor allem, und dem Wunsch nach permanenter Nähe. Um es kurz zu sagen: es ist der Versuch das Meer mit nach Hause zu nehmen!Um dieses Ziel zu erreichen versucht die Künstlerin die Erinnerung an die Eindrücke, die alle Sinne in Meeresnähe überfluten, kreativ zu verarbeiten. Die Bilder sollen zu Assoziationen führen, die das Rauschen der Brandung, das Glitzern des Wassers, die wohlige Wärme der Sonne, die Berührung des Windes und die Anschmiegkeit des Sandes heraufbeschwören. Andere Bilder wird man mit stürmischer See und eisigen Winden verbinden. In jedem Fall geht es darum die Emotionen, die ein Naturerlebnis begleiten, wieder zu erwecken, ihren positiven Einfluss, die Freude an einem Moment puren Glücks.

Wie ?

Die von Gisela Schrader entwickelte Technik besteht darin eine elastische Grundmasse, die kurz vor der Verarbeitung aus verschiedenen Komponenten angerührt wird, auf die Leinwand  mittels Pinsel aufzubringen und ihr dabei die jeweils angestrebte Struktur zu geben. In diese Basis werden nach Art des Mosaiks die zur Verarbeitung bestimmten Elemente eingebracht und später mit einem ebenfalls elastischen Lackfilm überzogen. Auf der Leinwand treffen verschiedene Arten von Sand und Erde aufeinander, ganze oder  in unterschiedlichen Körungen  gemahlene Steine, Muscheln, Treibholz, Samenkapseln, Blätter, Federn, vom Wasser geschliffenes Glas, Krebspanzer, eben alles was der Strand hergibt. So entstehen originelle plastische Oberflächenstrukturen, die nicht nur gesehen sondern auch ertastet werden sollen. Die Farben  sind vor allem die natürlichen Farben des verwendeten Materials, die hin und wieder durch Pigmente ergänzt werden.

Woher ?

  Die meisten Elemente ihrer Kompositionen sammelt die Künstlerin selbst an einsamen Stränden der brasilianischen Küste. Seit über 20 Jahren besucht sie auch regelmässig das Amazonasgebiet, von wo sie vor allem den besonders feinen weissen Sand mitbringt, aus dem die Sandbänke bestehen, die alle halbe Jahre aus den Fluten des Rio Negro auftauchen, Remineszenzen eine früheren Meeres. Immer öfter bringt Gisela Schrader auch von ihren Reisen etwas mit. Manch schöne Muschel ist ein Geschenk von Freunden, oder auch käuflich erworben.Ein Auftragswerk soll gar Rheinkiesel und Amazonassand auf einem Bild vereinen! Noch ein Wort zu den Namen der Bilder. Die meisten Strände Brasilien haben indianische Namen, wie auch viele Städte und andere Lokalitäten. So bezeichnet Gisela Schrader auch die Strände ihrer Phantasie in Tupi-Guarani, der Sprache die früher von Indianern und jesuitischen Missionaren zu ihrer Verständigung benutzt wurde.  

Wohin?

In letzter Zeit sammelt Gisela auch in Portugal und Deutschland, auf Juist ebenso wie am Rhein. Geplant sind Charakterisierungen deutscher und portugiesischer Strandlandschaften, später auch anderer Regionen, die mit dem Meer nichts zu tun haben, wie die Heide oder der Harz. Eine Reise zum Ätna ist ebenfalls in der Planung. Später steht dann Island auf dem Programm. Was die Technik betrifft, so soll zu einem späteren Zeitpunkt auch die Fotografie eine Rolle spielen.

http://www.ecoarte.art.br
Minimalauflösung 800x600. © Copyright 2003